52 Änderungen vorbehalten Engineering Protrusion-Box Seitliche Überhänge über die Schieberarbeitsfläche hinaus sollten generell vermieden werden - ein breiterer Schieber stellt in diesen Anwendungsfällen die bessere Wahl dar. Ist ein seitlicher Überhang aus bestimmten Gründen nicht vermeidbar, so müssen folgende Gesichtspunkte zur Sicherstellung der gewünschten Lebensdauer gewährleistet sein: 1. Die Gesamtarbeitskraft darf die maximal zulässige Arbeitskraft des Schiebers nicht überschreiten. 2. Asymmetrisch auf dem Schieber angeordnete Elemente verursachen eine Verschiebung des Kraftschwerpunktes. Die Lage des Kraftschwerpunktes muss entsprechend berücksichtigt und mit den zulässigen Werten entsprechend des Kraftdiagramms abgeglichen werden. 3. Bei Mehrfach-Lochoperationen auf Freiformflächen ist generell davon auszugehen, dass die Lochstempel zu unterschiedlichen Zeitpunkten in das Blech eintauchen. Außermittig oder im Überhang der Schieberarbeitsfläche angeordnete Lochstempel bedürfen diesbezüglich einer besonders gewissenhaften Auslegung. Die Werkzeuglänge auf Schiebern beeinflusst die Systembelastung sowie das Arbeitsergebnis des Schiebers ebenfalls in hohem Maße. Lange Überhänge sollten aufgrund einer geringeren Biegesteifigkeit der Werkzeuge und eines großen Hebeleffekts (Zunahme von Winkelfehlern) nach Möglichkeit vermieden werden. Als überschlägiger Richtwert für den Überhang nach vorne kann eine Standard-Stempellänge (100mm) + 50mm angenommen werden. Auch Überhänge nach vorne, die über diesen Richtwert hinaus gehen, sind möglich, müssen im Zuge der Werkzeugkonstruktion aber geprüft und beurteilt werden. FIBRO berät und unterstützt Sie hierzu gerne. Für die einzelnen Serien finden Sie die maximal empfohlenen Überhänge nach vorn, sowie das maximal zulässige Anbaugewicht auf den Seiten "System- und Umfeldkräfte".
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